"Goldfingers" spannungsgeladener Höhepunkt, der in Fort Knox spielen sollte, stellte das Filmteam aufgrund der dort geltenden strengen Sicherheitsbestimmungen vor einige Probleme. Man erhielt keine Erlaubnis, das stark gesicherte Golddepot auch nur zu besichtigen, geschweige denn, darin zu filmen. Ungeachtet dessen machte sich Ken Adam daran, einen spektakulären Szenenaufbau zu entwerfen und umzusetzen, während das Produktionsteam über eine Drehgenehmigung für den an das Depotgelände angrenzenden Militärstützpunkt verhandelte.
Um der Szene im Golddepot eine noch dramatischere Wirkung zu geben, ließ Adam falsche Goldbarren aus glänzendem Metall 12 Meter hoch übereinander türmen; im echten Depot wäre dies schon aus Gründen der Statik nicht möglich gewesen. Die Crew war unentwegt dabei, die Gold-Imitate zu polieren, um ihnen im Studiolicht möglichst intensiven Glanz zu verleihen.
Anhand von Fotografien erstellte Adam schließlich eine Kopie der kompletten Außenfassade von Fort Knox in Originalgröße, inklusive einer mehr als eineinhalb Kilometer langen Zufahrtsstraße. Mit Kosten von mehr als 100.000 US-Dollar war dies die teuerste Außenkulisse, die jemals in den renommierten englischen Pinewood Studios angefertigt wurde.
Das Filmteam erhielt schließlich eine Sondergenehmigung für einige Außendrehs auf der echten Militärbasis. Die Militärs erlaubten sogar einigen uniformierten Soldaten die Teilnahme an jener Szene, in der die Flieger von Pussy Galore tödliches Gas versprühen. Auf einen Pfiff von Regisseur Hamilton aus einem Helikopter, der über der Szene flog, brachen die Soldaten zusammen.
Das Banner mit der Aufschrift "Welcome General Russhon" in Fort Knox, ist ein Dankeschön des Filmteams an den pensionierten Oberst Charlie Russhon, der bei der Beschaffung der erforderlichen Genehmigungen behilflich war.
Text: DVD, James Bond "Goldfinger"